Kryptowinter, Ende des Goldrauschs....
Kurs 7543, Ziel der Mars. Mr. Data, Warp 9, Energie... So oder ähnlich würde aktuell der Befehl von Captain Jean-Luc Picard lauten, wenn er derzeit an der Wallstreet auf der Brücke stünde. Alle Mittel fließen in die Projekte oder sollte man eher Phantasien sagen, der Tec-Bros und der Kapitän heißt Elon Musk. Es ist sicher nicht das Ende von Bitcoin und Co. und auch Gold wird irgendwann sich wieder da einordnen wo es preislich hingehört. Wo das ist? Keine Ahnung. Der Bitcoin wird aktuell vom Papst der Szene, Michael Saylor, durch permanente Käufe gestützt. Um die Legende um das virtuelle Gold aufrechtzuerhalten, wurden zwischenzeitlich mal ein paar Coins verkauft, um den Verpflichtungen seinen Anlegern gegenüber nachzukommen. Das rein auf Pump gebaute Kartenhaus "Strategy" hielt dem leichten Lüftchen, das sich nicht zum Sturm entwickelte, stand. Für mich nach wie vor ein weiterer Beleg für die "greater fool theorie". Aber ich habe vielleicht auch nur keine Ahnung und es ist einfach nur Winter in Kryptonien.
Beim Gold verhält es sich meiner Einschätzung nach anders. Es ist seit Jahrtausenden ein Wertspeicher und wird in wilden Zeiten hin und wieder zum Spekulationsobjekt. Spekulation führt kurzfristig zu durchaus beachtlichen Gewinnen, eine Geldanlage im klassischen Sinne war es nie und wird es auch nie werden. Es lebt ausschließlich von Bewertung und die ist und kann auch nicht durch Ertrag unterfüttert werden. Deshalb hat für mich bei Gold, wenn ich es denn für meine Sicherheit brauche, Rebalancing der Quote im eigenen Portfolio, oberste Priorität. Rebalancing heißt nicht alles verkaufen, sondern wenn Gold 15% meiner Anlagen ausmacht, was schon sehr viel wäre, dann sollte man diese Quote auch halten. Klumpenrisiken sind auch hier Risiken, auch wenn sie golden glänzen. Diese einfachen Regeln waren angesichts des Hypes bei Gold und Silber nicht en vogue. Ich drücke ehrlichen Herzens all jenen die Daumen, die mit ihren Gold- und Silberkäufen zu spät waren, dass die Kurse wieder steigen. Das würde auch denen helfen, die jetzt auf die Idee kommen in Exploration, also in Minen zu investieren, denn auch die rennen gerade der Straßenbahn hinterher. Straßenbahn? Ich glaube es war Kostolany, der sagte in etwa, "Straßenbahnen und Chancen an den Märkten sollte man nie hinterherlaufen, es kommt immer eine neue."
Was bleibt? Storygetriebenes Handeln euphorisiert, hat aber oft einen bipolaren Charakter. Je größer der Rausch, umso schlimmer der Kopfschmerz danach. Und da es hier kein Phrasenschwein gibt, gleich noch einer hinterher. An der Börse verdientes Geld ist Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen und dann das Geld. Der Weg aus Spekulatien in Richtung Verdienien ist steinig, aber am Ende der Reise ist das Glücksgefühl nachhaltiger. In diesem Sinne, immer wieder mein Appell, befasst euch mit euren Geldanlagen, kauft nur was was ihr versteht und sucht euch gute Beratung. Hier in meinem Blog werdet ihr nicht DEN Weg finden, aber Wegweiser, die euch auf eurem Weg behilflich sein können...
Aktuell ist der Blog noch im Aufbau, aber auch hier lassen wir euch teilhaben und sind euch für jedes Feedback dankbar.