Alter Wein in neuen Schläuchen…

Es gibt viele Varianten Geld zu verbrennen. In dem Segment von Beteiligungen ist die Quote besonders hoch. Es gibt wenig sinnvolle Argumente hier zu investieren, dagegen reichlich.

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Ich weiß nicht, ob man nur das Gedächtnis der Anleger testen will.
2014 meldete Prokon Insolvenz an. Im Jahresabschluss 2013 waren 500 Mio. € verdampft. Der Schaden für die Anleger war deutlich höher.
Das Geschäftsmodell Windkraftanlagen. Prokon hat rund 50% der Anlegergelder verbrannt. Und wenn dann geschrieben wird, das Positive an der Insolvenz war, dass die Anleger mit 50% der eingezahlten Gelder relativ viel zurückbekommen haben, dann habe ich irgendwie etwas verpasst. Das Ziel einer Geldanlage ist doch immer noch Geldvermehrung, oder?
Heute wirbt die Prokon Bürger-Energie-Genossenschaft mit einem genossenschaftlichen Geschäftsmodell ebenfalls in Wind zu investieren.

Die KI sagt Folgendes dazu:

„Die Erfahrungen mit der Prokon Regenerative Energien eG sind geteilt. Als Ökostromversorger und Deutschlands größte Energiegenossenschaft schätzen Kundinnen und Kunden den echten Windstrom und die Mitbestimmung. Als Geldanlage birgt die genossenschaftliche Beteiligung nach der historischen Insolvenz von 2014 weiterhin unternehmerische Risiken.“

Soviel zur KI und dem Internet. Ich weiß nicht, ob dieses Modell tragfähig ist. Was ich weiß ist, dass man als Anleger, der Kapital aufbauen will, solche Anlagen in etwa so braucht wie eine dritte Schulter. 41.000 Genossenschaftler, glaubt man dem Prospekt, kleben schon wieder fleißig Rabattmarken. 2-9% sollen die Anteile p.a. rentieren. Also wirklich nichts, was die Lampen unter Renditeaspekten ausschießen würde. Wahrscheinlich gibt es eine Idee dahinter. Deren Validität zu prüfen, halte ich für Zeitverschwendung. Bei mir landen solche Angebote ungeprüft in der Rundablage (Papierkorb). Das hat nicht ansatzweise mit Arroganz, sondern ausschließlich mit Erfahrung zu tun. Ich weiß nicht wie viele Investoren, die solche „Blas mein Geld weg AG“s finanzierten, schon bei mir im Büro saßen und ihre Klagelieder gesungen haben. Deshalb aus meiner Sicht: Finger weg.