Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, ist keine Bildung

Von Kennedy bis Kostolany, die Investition in die Bildung ist immer die beste Investition. Das trifft auch bei der Geldanlage zu. Dann versteht man auch, wenn an den Börsen manchmal das Gegenteil passiert.

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 Dieser Satz in der Überschrift stammt von John F. Kennedy. Erfolg, egal auf welchem Gebiet, basiert in der Regel auf Wissen, Arbeit und Erfahrung. Fast schon eine Binsenweisheit, die auf den meisten Gebieten nicht angezweifelt wird. Niemand käme auf die Idee bei einer Patek Philippe Nautilus ohne Kenntnisse und Spezialausbildung die Unruhe zu wechseln. Schließlich kostete das Meisterwerk Schweizer Uhrmacherkunst am Ende, 2021 wurde die Produktion eingestellt, neu, ab 29.000 €. Bei Geldanlagen jongliert man teilweise mit größeren Beträgen und fühlt sich im eigenen Tun spätestens dann bestätigt, wenn man die eine oder andere Wette gewonnen hat. Zweifel an der Replizierbarkeit? Fehlanzeige. Gerade im Bezug auf die notwendige und längst überfällige Neuordnung der Altersvorsorge in Deutschland, ist ein Umdenken im Bezug auf finanzielle Bildung dringend von Nöten. Leider fehlt es dafür von der Politik bis hin zu vielen Anlegern an Akzeptanz.

„An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.“

                                André Kostolany 

 Wie oft wurde dieser Satz des Altmeisters schon zitiert? Gesundes Unternehmen, Solide Gewinnmargen, volle Auftragsbücher, gesundes organisches Wachstum, etablierte Stellung im Markt, Kriterien, bei denen das Herz des Anlegers höherschlägt, wenn es das für einen guten Preis gibt. So wäre die Logik, aber wie war das mit dem Gegenteil? Schau ich derzeit auf die Märkte, kommt mir sofort wieder Obelix in den Sinn: „… die spinn‘ doch, die Römer…“

Dass es noch nie anders war, sagt der genau dieser Satz von Kostolany. Und das ist gut so. Folgte der Markt der Logik, hätten wir einen langweiligen linearen Zins. Vermutlich schlüge dann die große Stunde derer, die Märkte berechnen können und zukünftig mittels KI-Börsenmultimillionäre am Fließband produzieren. Auf Instagram und allerhand anderen Projektionsflächen finanztechnischer Dummheiten kann man sich diesbezüglich von Finfluencern dauerbespaßen lassen.

 Inzwischen ist schon die 2. Generation der Westentaschenbuffetts unterwegs. Die finde ich noch spannender. Sie haben im Wolkenkuckucksheim der Finanzindustrie sukzessive Schulden aufgebaut. Und statt in Demut Lehren daraus zu ziehen und es mit rechtschaffener Arbeit zu probieren, versuchen sie selbst ihr Scheitern noch zu verkaufen, indem sie allen vorher götzenhaft verehrten Luxusgütern abschwören. Auch Geldanlage ist mit Arbeit und mit ständiger Bereitschaft zu lernen verbunden. Mit 30-60 min Arbeitstagen und den von ihnen entwickelten Erfolgsgaranten ist das natürlich nicht kompatibel. Schau ich dann auf Followerzahlen und „Likes“, reibe ich mir verwundert die Augen, wie viele hier den Blinker setzen und mit voller Überzeugung (siehe Kommentare) falsch abbiegen. Selbst Dummheit hat heute, vielleicht auch schon zu allen Zeiten, einen Markt. Durch Social Media wird es nur sichtbarer denn je. Mein Fazit: Nicht nur an den Börsen ist alles möglich und eben auch das Gegenteil… 😉

Habt einen schönes Wochenende...